Kategorie: Wahrnehmung

Joggen mit Selfie am Brandenburger Tor

17.10.2017 Wahrnehmung Keine Kommentare

Die ganze Touri-Ausrüstung, Selfie-Stange und so, beim  Joggen durch den Tiergarten nicht dabei gehabt. Plötzlich Brandenburger Tor. Kann man erkennen, oder? Doch schon.

 

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Der gleiche Typ, der 1982 etwa da stand.

KAFFEE schallt es im Odenwald

13.08.2017 Wahrnehmung Keine Kommentare

„Kaffee“ schallt die Quelle kräftig laut durch den Odenwald – der Löffel steht in der Tasse stramm.

Falsche Statistiken als Entscheidungsvorlage

04.06.2015 Entscheidung, Wahrnehmung Keine Kommentare

Sonnenuntergang über dem Hessischen Staatstheater Darmstadt

Beispiel: Momentaufnahme für eine Wetter Statistik

Geht das überhaupt, dass Statistiken „falsch“ sind? Immerhin handelt es sich um Mathematik, eine exakte Disziplin. Könnte es sein, dass „wissenschaftlich abgesichert“ bedeutet, dass die Statistiken immer, dass heißt „regelmäßig“, schlicht gefälscht sind, wenn sie dann auf den Tisch eines politischen Entscheiders kommen? Aber wer dann stiftet zur Fälschung an? Bedeutet dass, die deutsche Politik hat mit ihren Entscheidungen immer falsch gelegen, weil die Entscheidungsvorlage manipuliert wurde in einer bestimmte Absicht? Ist das vorsätzlich, organisiert, kriminell statt wie angenommen nur fahrlässig?

Zu Statistiken gehört immer die Angabe der Fehlerwahrscheinlichkeit in Prozent, die Spezifikation und der Meßzeitpunkt. Weil man ja nicht gesamt existierenden und spezifizierten Menge untersucht, sondern nur eine „signifikante“ Auswahl, gibt es Abweichungen. Außerdem ist eine Statistik retrospektiv und nur zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit gültig. Hinzukommt so etwas, wie die Heisenberg’sche Unschärfe, dass heißt, die Beobachtung des Objektes verändert das Verhalten den Objektes. Über die Zukunft kann ich keine Statistik machen, weil es die zu untersuchende Menge ja noch gar nicht gibt. Finde ich jetzt nicht so schwer zu verstehen, oder doch?

Ich lese gerade die Pressemitteilung „Niedrigste Geburtenrate weltweit“, Hamburg, 29.05.2015,
„Demografischer Abwärtstrend gefährdet Standort Deutschland“
gemeinsamen Studie der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesell- schaft und des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), mit dem diesjährigen Schwerpunkt Arbeitsmarktperformance.

http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Mediencenter/Pressemitteilungen/2015_Pressemitteilungen/2015-05-11/20150529_PM_IBC_Geburtenrate_HWWI.pdf

Was könnte wohl „signifikant“ bedeuten für den Schwerpunkt der Studie „Arbeitsmarktperformance“? Da liegt doch schon der Hund begraben. Und suggeriert wird, dass es sich um eine Statistik zur demographischen Entwicklung handelt. Das ist ein himmelweiter Unterschied und hier fängt die Verdrehung der Realitäten an. Angenommen, das Ergebnis, der Zweck, das Ziel und das Meinungsbild, was erreicht werden soll, der Studie ist vorgegeben, welche Statistik benötige ich?

„Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft“ von Jeremy Rifkin

09.01.2015 Buchrezension, Wahrnehmung Keine Kommentare

Ein paar Gedanken habe ich mir zu diesem Zukunfts-weisenden Buch unserer menschlichen Gesellschaft auf unserem Planeten gemacht: am Beispiel Griechenlands.

 

In die Isolation vor den derzeit in Europa Regierenden ist der griechische Finanzminister sicherlich geraten. Man kann aber nicht behaupten, dass das souveräne griechische Volk, welches jetzt demokratisch gewählt hat, in der Isolation von anderen EU-Bürgern ist. Sie sind nur die ersten, die „Nein“ sagen zum Banken-Lobbyismus in der Politik.

Die Banken sind am Ende, weil der Zinssatz bei 0% ist. Man braucht sie nicht einmal für den Zahlungsverkehr. Ich schaue in die Bilanzen und da sieht man das. Es ist uns nur noch nicht klar geworden, dass im Bankenbereich die Null-Grenzkosten-Gesellschaft, die Jeremy Riffkin beschrieben hat, bereits Realität geworden ist.

Die griechische Infrastruktur leidet unter der Banken-Rettungs-Politik und es spricht überhaupt nichts gegen einen Schuldenschnitt.

Die Frage nach Finanzierung eines Staates wird auch in Deutschland bald gestellt werden, und zwar in wieweit der Staat überhaupt noch die Möglichkeit hat, Steuern einzunehmen, wenn über den Netzzugang jedermann ausweichen kann.

Die Griechen sind also nur die Ersten, weil sie aus der Lethargie erwacht sind..

Das Unbehagen wird sicherlich nicht gegenüber der Staatsform Demokratie gehegt, sondern gegenüber ihrer wahrgenommenen Aushöhlung durch den Lobbyismus.

Das ist aber kein Grund, jegliche Formen von Sozialismus, die Diktaturen hervorgebracht haben, wieder als ewig gestriges Gedankengut einzuführen. Der Kapitalismus ist alleinig schon wegen der zunehmenden Null-Grenzkosten-Gesellschaft (-> Jeremy Rifkin) auf dem Rückzug.

Aber solche Volkswirtschaftsthemen werden nicht gelesen und gar nicht erst behandelt.

Welchen Sinn hat dann überhaupt, Studien in Bezug auf linkes Gedankengut über die Aushöhlung des Sozialismus in der ehemaligen Diktatur Deutsche Demokratische Republik (DDR), wenn es schon schwierig wird, Stand heute „links“ und „rechts“ unterscheidbar zu definieren, denn beides sind doch hoffentlich abgelegte Formen des Sozialismus.

Aus dem Begriff im Titel „Demokratisch“ darf nicht mehr auf den Inhalt des Staates geschlossen werden, bei der Beantwortung der Frage, wer regiert eigentlich dieses Land.